Kostentransparenz in der Supply Chain

Die GLOBUS-Handelsgruppe, St. Wendel, ist der diesjährige Preisträger des ECR Best Practice Award in der Kategorie "Beste Unternehmenskooperation (Supply Side)". Diese Auszeichnung wird für vorbildliche Innovations- und Umsetzungsleistungen von ECR im Konsumgüterbereich vergeben. Initiator des Wettbewerbs ist die ECR Akademische Partnerschaft, die den Austausch von Wissen und Erfahrungen zwischen Praktikern und Forschern im Bereich Efficient Consumer Response fördert.

Eine Fallstudie der Universität Duisburg-Essen verdeutlicht die Vorgehensweise der GLOBUS-Gruppe beim Projekt "Palettenschieber". Klar formulierte Kosten- und Leistungsziele stehen am Anfang: minimale Logistikkosten, geringe Kapitalbindung, hohe Liefertermintreue, kurze Lieferzeiten, optimale Warenpräsenz. Bei 3500 aktiven Lieferanten und unterschiedlichen Lager-Layouts in den 35 outlets ist es eine anspruchsvolle Herausforderung für die Logistik bei GLOBUS, die jeweils kostenoptimale Belieferungsart zu ermitteln.

Gelöst wird diese Aufgabe durch eine ganzheitliche Prozesskostenrechnung, die die logistischen Prozesse bei Lieferanten und unternehmensintern analysiert, die Cost Driver identifiziert und damit Transparenz schafft. Dadurch gelingt es, die jeweils richtige Entscheidung zwischen Zentrallager-, Cross-Docking-, Transit- oder Streckenbelieferung zu treffen.

Zudem ergibt die Analyse der Bestandsreichweiten ein hohes Einsparungspotential von mehr als 1 Mio € pro Jahr, das durch den Einsatz prognosegestützter Dispositionssoftware ausgeschöpft werden soll.

Die kompakte, gut lesbare Fallstudie (Download (pdf) hier) geht auch auf die Thematik der Akzeptanz von Veränderungen in den betrieblichen Abläufen bei den Mitarbeitern ein. Empfehlenswert nicht nur für Studenten, sondern gerade auch für den wissenschaftlich interessierten Praktiker aus Handel oder Industrie.